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Neue Kraft aus altem
Batterie-Typ
15.02.2008, Clayton South, Australien:
Das australische nationale Forschungsinstitut
CSIRO
('Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation')
beschäftigt sich
mit einem neuen Typ der bekannten Bleibatterie: Die
UltraBattery
kombiniert einen Superkondensator mit einer Bleibatterie in einer
Einheit, um
damit für Hybridautos einen kostengünstigen, dauerhaften,
energieeffizienten
Energiespeicher anzubieten. Nach Mitteilung von CSIRO soll die
UltraBattery eine
vierfach längere Lebensdauer als konventionelle Batteriesysteme haben;
zudem
gebe sie 50 Prozent mehr Energie ab und sei 70 Prozent billiger als
derzeitigen
Batterien in Hybridautos.
Chance für Biosprit
21.01.2008, Stuttgart:
Nach einer Presseverlautbarung der Daimler AG
wird das Unternehemen künftig zusammen mit der
Archer
Daniels Midland Company und der
Bayer
CropScience
Einsatzmöglichkeiten der Jatropha-Nuss (Jatropha curcas L) für die
Herstellung von
Biodiesel erforschen. Die bisher nur wild wachsende, nicht essbare
Tropenpflanze
ist winterhart, tolerant gegenüber Trockenheit und wächst auch auf
ertragsarmen,
ansonsten nicht für die Landwirtschaft verwendbaren Böden. Dadurch
tritt sie nicht
in Konkurrenz zum Lebensmittel-Anbau.
Die Daimler AG hat bereits in einem fünfjährigen Forschungsprojekt in
Indien
Erfahrungen mit Jatropha-Kraftstoff in Testfahrzeugen gemacht.
Zudem haben die Stuttgarter ein wichtiges Wissenszentrum in ihrer Nähe:
die
Jatropha-Forschung im Tropenzentrum
der Universität Hohenheim.
Frischwasser für alle
10.01.2008, Freiburg:
Das Fraunhofer-Institut
für Solare Energiesysteme ISE
hat eine einfache, dezentrale, günstige
solare Entsalzungsanlage
entwickelt, die in ihrer kompaktesten Ausführung 120 Liter Frischwasser
pro Tag erzeugt.
Dazu reichen sechs Quadratmeter Solarkollektoren, eine kleine
Photovoltaik-Einheit
zum Betrieb der Wasserpumpe und das Entsalzungsmodul. Letzteres
funktioniert mit
einer Membran, die den solar erzeugten Wasserdampf durchlässt, das
flüssige Salzwasser
aber zurück hält. Jenseits der Membran kühlt der Wasserdampf ab und
kondensiert zu
Trinkwasser. Entsprechende Testanlagen auf Gran Canaria und in
Jordanien laufen
bereits erfolgreich.
Schwung dem Schwungrad
24.12.2007, Austin/Texas:
Das
'Center for Electromechanics'
an der Universität von Texas in Austin gehört zu den international
führenden Institutionen
bei der Entwicklung dieser Speichertechnologie. Derzeit läuft das
Projekt eines
Schwungradspeichers zur
Energierückgewinnung in einem
Brennstoffzellen-Bus
sowie die Verwendung eines Flywheels in einem
Eisenbahn-Triebwagen.
In der Vergangenheit hatte man in Austin zu Schwungrad-Energiespeichern
in Raumstationen
geforscht und das mit 65.000 Umdrehungen/Minute
schnellste Schwungrad hergestellt.
Auch mit der Miniaturisierung von Schwungrädern beschäftigt man sich in
Texas.
Die eindrucksvolle Publikationsliste
zum Thema Flywheel macht deutlich, dass von hier noch weitere
interessante Ergebnisse
zu erwarten sind.
Das Wettrennen um den optimalen Energiespeicher scheint weiterhin
offen.
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Erstes Drachen-Segelschiff im Einsatz
15.12.2007, Hamburg:
Die Hamburger Firma SkySails hat erstmals
einen Frachtschiff-Neubau mit ihrem Zugdrachen-Antriebssystem
'Skysails' ausgerüstet.
Die 'MS Beluga SkySails', ein Mehrzweck-Schwergutfrachter der Bremer
Beluga Shipping GmbH,
wurde heute in Hamburg von der Frau des Bundespräsidenten getauft. Der
160 Quadrameter
grosse Zugdrache (Kite) ist mit einer speziellen Verankerung/Steuerung
am Bugteil
des rund 133 Meter langen Schiffes (ca. 9.800 tdw) befestigt und soll
10-15 Prozent
des Treibstoffes sparen. Vorteil dieses System ist es auch, dass nicht
mehr das
Segelschiff kreuzen muss, sondern dass das Segel/Kite 'kreuzt'.
Ein Zugdrachen-Antriebssystem für Motoryachten ist in Planung.
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Biokraftstoff aus dem Meer
11.12.2007, Hawai:
Wie der Weltkonzern
Royal Dutch Shell plc ankündigt,
wird er
zusammen mit der in Delaware/USA eingetragenen Firma
HR
Biopetroleum Inc.
auf Hawai eine Pilotanlage zur Züchtung von Algen für die Gewinnung von
Pflanzenöl
zu errichten. Dazu wurde unter dem Namen 'Cellana' ein JointVenture
gegründet, das
verschiedene heimische Mikromeeresalgenarten in grossen
Meerwasserbecken an der
Küste von Hawai aufziehen und ihr Pflanzenöl-Potential vergleichen
soll. Gegenüber herkömmlichen Pflanzenöl-Lieferanten wie z.B. Raps
haben die
Algen den Vorteil, dass sie keinen für den Lebensmittel-Anbau
wertvollen Ackerboden
beanspruchen, aber durch ihr extrem schnelles Wachstum (Verdoppelung
der Algenmasse
mehrfach pro Tag)erheblich höhere Hektar-Erträge liefern. Zudem sollen
später auch
CO2-Abgase für die Algenproduktion genutzt werden.
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Brennstoffzelle 'am Mann'
03.12.2007, Brunnthal/Bayern:
Wie die Firma
SFC Smart Fuel Cell AG mitteilt,
hat sie von der Deutschen Bundeswehr wiederum einen Auftrag erhalten,
der - neben
dem Einsatz von Brennstoffzellen in Fahrzeugen als autonome
Energiequelle und
sinnvoller Ersatz konventioneller Akkus und Generatoren - auch die
Erstellung von
Brennstoffzellen-Einheiten als am Körper zu tragende, kompakte
Stromversorgung
beinhaltet. Der Auftrag hat ein finanzielles Volumen von ca. 2,5
Millionen Euro.
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Wasser aus dem Nebel
26.11.2007, Lima/Peru:
Die deutschen Wissenschaftler Dr. Kai Tiedemann
(RWHT
Aachen)
und Anne Lummerich haben ein Verfahren entwickelt, um die feuchten
Winternebel im
trockenen Küstengebiet oberhalb Limas für die Wasserversorgung nutzen
zu können:
grosse, senkrecht aufgespannte Plastiknetze 'filtern' das Wasser aus
der Luft
und leiten es in geeignete Speicher. Jedes der fünf Netze liefert bis
zu 600
Liter Wasser pro Tag. Das Projekt wurde finanziert vom
Global Exploration Fund (GEF),
einer Initiative von National Geographic Deutschland
und der Bayer
AG.
Generell scheint dieses Verfahren geeignet zu sein, eine unabhängige
Wasserversorgung
in allen (Küstenwüsten-) Gebieten sicher zu stellen, in denen häufiger
Nebel auftreten.
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Künstlicher Biosprit statt 'kühles Blondes'
19.11.2007, Frankfurt/Main:
Den Forschern der
Arbeitsgruppe von Prof. Eckhard Boles
am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe-Universität
Frankfurt ist
es mit Hilfe der Einschleusung künstlich synthetisierter Gene gelungen,
die
Hefe 'Saccharomyces cerevisiae' so zu verändern, dass sie aus
Pflanzenabfällen
25 Prozent mehr Ethanol produziert,
und das auch noch erheblich schneller als bisher. Das Verfahren wurde
zum Patent angemeldet.
Weitere Versuche sollen nun zur
Herstellung des als Autotreibstoff besser verwendbaren Butanols nach
dem gleichen
Verfahren dienen.
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Honda baut moderne Solarzellen
16.11.2007, Kumamoto/Japan:
Honda Soltec Co., Ltd., eine Tochtergesellschaft der Honda Motor Co.,
Ltd., hat
am Montag dieser Woche ein
Solarzellen-Produktionswerk eröffnet,
das der Serienherstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarzellen dient. Diese
aus
Kupfer, Indium, Gallium und Selen bestehenden Zellen (daher der Namen)
sollen sich
nach Angaben von Honda mit 50 Prozent weniger CO2-Emissionen als
herkömmliche
Siliziumkristall-Zellen produzieren lassen; die CIGS gehören zudem
z.Zt. zu den
effizientesten dünnschichtigen Solarzellen. Die gesammte
Jahresproduktion von 27,5 Megawatt
wird bis auf weiteres nur in Japan vertrieben.
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Energieautarke Solarfabrik
Cölbe, 12.11.2007:
Die Wagner
& Co Solartechnik GmbH
hat am vergangenen Freitag den ersten Spatenstich für eine
Solarkollektoren-Fabrik
getan. Nach Fertigstellung im Frühsommer 2008 sollen in der 5.300
Quadratmeter grossen
Fabrik jährlich 200.000 Flachkollektoren gefertigt werden. Das
Besondere an dieser
Produktionsstätte: sie ist praktisch energie-autark praktisch und wird
ausschließlich
durch regenerative Energien versorgt. Möglich wird dieses Konzept durch
umfangreiche
Dämm- und Energiespar-Massnahmen, eine Regenwassernutzungs-Anlage,
durch Solarkollektoren,
eine grosse Photovoltaik-Anlage sowie eine Hackschnitzel-Heizung, die
mit dem
bei der Produktion anfallenden Abfall-Holz (Verpackung etc.) betrieben
wird.
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Neuer Solarenergie-Speicher der DLR
Köln/Almeria, 08.11.2007:
Das Deutsches
Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
hat einen Wäremespeicher für solarthermische Kraftwerke entwickelt, der
es diesen
Kraftwerken erlaubt, Energie auch während der Nachtphase zu liefern.
Dieser Heißdampf-Speicher
konserviert solar erzeugten Dampf mit Temperaturen über 200 Grad
Celsius über mehrere
Stunden und gibt ihn bei Bedarf wieder an das Kraftwerk ab, wo er in
Strom umgewandelt
werden kann. Der jetzt im europäischen Testzentrum für Solarenergie in
Almeria/Spanien
erstmals eingesetzte Latenzspeicher (Wäremespeicherung durch Umwandlung
von Stoffen
in einen anderen Agregatzustand) erreicht eine Leistung von 100
Kilowatt. Eine
1-Megawatt-Anlage mit Speicher-Temperaturen von 300 Grad Celsius ist in
Planung.
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Wasserstoff selbst herstellen
Bochum, 02.11.2007:
Forscher der
Ruhr-Universität
Bochum)
haben ein Verfahren entwickelt, mit Hilfe der Grünalge 'Chlamydomonas
reinhardtii',
Wasser und Sonnenlicht eine erhebliche Menge Wasserstoff zu erzeugen.
Wie das Universitäts-Wissenschaftsmagazin 'Rubin 2007' in seiner
Herbstausgabe berichtet)
wird dazu die Alge auf harte 'Diät' gesetzt, in dem man ihr den
wichtigen Nährstoff
Schwefel entzieht, sie dadurch zwingt, Sauerstoff zu veratmen, weshalb
es zu einer
Wasserstoff-Produktion (Hydrogenase) kommt. Bisher benötigt man zur
Strom-Produktion
mittels Brennstoffzelle für eine vierköpfige Familie ca. 66 Kubikmeter
Algenkultur,
die sich wegen der erforderlichen geringen Wassertiefe
(Lichtdurchlässigkeit!) auf
ca. 340 Quadratmeter verteilen.
Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes
'Solar-H' versuchen die Bochumer nun, diesen Prozess zu optimieren. Da
ist erstens
ein halb-künstliches System, eine Biobatterie, die sich aus den
Photosyntese-Systemen
der Alge und und künstlichen elektrischen Leitern zusammen setzt.
Zweitens
versuchen die Forscher, die Hydrogenase auch in einfachere Blaualgen
einzubauen,
neuartige Fermenter einzusetzen und ein für die Algenproduktion
optimales Rotlicht
zu finden. Dabei hat dieser zweite, 'natürliche' Weg einen ganz
entscheidenden
Vorteil: die Algen können sich im Gegensatz zum halb-künstlichen System
selbst
vermehren; sie sind so kostengünstiger und langlebiger.
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Erstes Osmosekraftwerk im Bau
Oslo, 19.10.2007:
Der norwegische Energieriese 'Statkraft' baut am Oslofjord bei Hurum
das erste Osmosekraftwerk der Welt.
Dabei wird das Süßwasser eines Flusses durch eine Membran vom
Salzwasser des
Meeres in Behältern getrennt. Diese Membran ist zwar für die
Wassermoleküle durchlässig, nicht
aber für die Salze im Meerwasser. Da Flüssigkeiten die Tendenz haben,
zwischen ihnen
bestehende Konzentrationsunterschiede (hier: die erhöhte Konzentration
von Salzen
im Meerwasser) auszugleichen, strömt Süsswasser durch die Membran in
die Salzwasser-Abteilung
und baut dort einen erheblichen Druck - bis zu 27 bar - auf. (weitere
Infos zur Technik
hier)
Dieser Druck lässt sich in elektrische Energie umwandeln.
Das Kraftwerk dient vorerst als Prototyp und noch nicht der regulären
Stromversorgung.
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Solarrucksack für's Militär
Sidney/Canberra, 09.10.2007:
Wie
The Sidney Morning Herald berichtet,
stehen den australischen Soldaten als 'Energiespender' für ihre
energie-intensiven Geräte (Radio,
(Infrarot-)Nachtsichtgeräte, Telekommunikation) künftig Rucksäcke mit
biegsamen
Solarfolien an der Oberfläche zur Verfügung. Die 400 Gramm leichten
Solar-Panels
produzieren eine Leistung von bis zu 10 Watt/Quadratmeter und können
selbst
diffuses Licht wie im Dschungel oder unter Tarnnetzen verarbeiten;
sie machen den Soldaten unabhängig von Energieliegerungen (Batterien,
Stromanschluss)
von aussen. Die verwenderten 'farbstoff-sensibilisierten Solarzellen',
d.h.
eingefärbten Solarzellen, passen sich farblich der
soldatischen Tarnbekleidung an und wurden mit finanzieller
Unterstützung der
australischen Regierung von den australischen Firmen
Dyesol
und
Sustainable
Technologies International
entwickelt.
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Immer mehr CO2
Münster/Berlin, 01.10.2007:
In einer Analyse der
Daten zu weltweiten CO2-Emissionen
des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin kommt das Internationale
Wirtschaftsforum
Regenerative Energien (IWR) in Münster zu dem Ergebnis, dass der Trend
in die falsche
Richtung gehe: wurden 1990 noch 22,7 Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen
im Jahr
2000 noch 24,7 Milliarden Tonnen, so wurde im Jahr 2006 bereits die
Marke von 30
Milliarden Tonnen CO2 überschritten.
Ein Grund für die Zunahme der Emissionen dürfte der Energieverbrauch
der Infrastruktur
des Internets sein, wie aus einem
Bericht der Tageszeitung 'Die Welt'
hervor geht.
Danach verursacht das Internet mittlerweile genau so viele
CO2-Emissionen wie der
gesamte Flugverkehr; im Jahr 2005 waren umgerechnet rund 15
Atom-Reaktoren der
1300-Megawatt-Klasse nur für das Internet tätig; insbesondere
Video-Angebote haben
die Datenmengen seit 2005 bis heute praktisch verdoppelt.
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Alles bio! Alles gut?
Hamburg, 20.09.2007:
Auf der Fachtagung 'Energie, Ressourcen, Frieden' der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU)
in Osnabrück bezeichnete Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker vor
wenigen Tagen
die Biotreibstoffe als
größten Angriff auf die Biodiversität,
da für den Anbau der benötigten Pflanzenmasse riesige Monokulturen
notwendig seien,
zumal sich die umweltfreundliche Herstellung von Zellulose-Ethanol aus
pflanzlichen
Abfällen noch in der Entwicklung befände.
Im August hatte bereits Professor Jan Lundqvist vom
Stockholm
International Water Institute (SIWI)
auf der
World
Water Week
die von dem expandierenden Energiepflanzen-Anbau ausgehenden Probleme
für die
begrenzten Wasserressourcen benannt. Das SIWI veranstaltete am 12.08.,
dem
ersten Tag der Weltwasserwoche, ein Seminar unter dem Titel 'Water
Implications
of Future Bioenergy - Trade, Competition and Synergetic Interactions
between Food
and Bioenergy Production'. Die Problematik des Wasserverbrauchs der
Bioenergie
wird auch im dritten Kapitel eines aktuellen, 182 Seiten starken
Memorandums (pdf, 2 MB)
('Scenarios on economic growth and resource demand') des die
schwedische Regierung
beratenden 'Swedish Environmental Advisory Council' dargelegt.
Auch das
'Sondergutachten Biomasse 2007'
vom 12.07.2007, das von dem für die Beratung der deutschen
Bundesregierung zuständigen
Sachverständigenrat
für Umweltfragen
publiziert wurde, kommt in seiner Kurzfassung ab S. 2 ff. deutlich auf
die Grenzen
der Biomassenutzung zu sprechen (begrenzte Anbauflächen,
Umweltgefährdungen).
Zu einem kritischen Ergebnis bezüglich der Ökobilanz verschiedener
Biotreibstoffe
wie Bioethanol, Biomethanol, Biodiesel und Biomethan kam bereits am 22.
Mai eine
Studie der schweizerische Forschungsinstitution
Empa.
Hier schnitten bei der energetischen Nutzung nur Abfall- und Reststoffe
sowie Holz
(Vergasung) gut ab. (Der Schlussbericht der Studie ist im Internet
als pdf erhältlich.)
Die jetzt so plötzlich verbreitete Kritik an den
mittlerweile vielfältig geförderten
Biotreibstoffen ist erstaunlich, zumal die problematischen Fakten seit
langem bekannt sind.
Der Autor dieser Zeilen hatte z.B. auf einer Brasilienreise im
September 1979 die
Gelegenheit, Stand und Auswirkungen des seit 1975 laufenden,
umfangreichen brasilianischen
Alkohol-Programms zur Herstellung eines Benzin-Ersatzes auf
Zuckerrohr-Basis zu
untersuchen, und kam schon damals zu einem sehr kritischen Ergebnis.
Der entsprechende
Bericht wurde 1980 in einer Fachzeitschrift ('Entwicklungspolitische
Korrespondenz')
veröffentlicht. Da er heute kaum noch zugänglich ist, stelle ich ihn
hier als Dokumentation
zur Verfügung. Er zeigt die grundsätzliche Problematik eines
grossflächigen Anbaus
von Bioenergie-Pflanzen, an der sich auch heute noch nichts geändert
hat.
Nachtrag 25.09.2007
Nach einem Bericht der
Oberösterreichischen Nachrichten
wird China seine Projekte für Biotreibstoff angesichts knapper
Lebensmittel etc.
einschneidend reduzieren und vor 2010 keine entsprechenden Projekte
mehr neu starten.
Nachtrag 02.10.2007
Nach einem Berlicht der Berliner
taz
hat Spanien angesichts der steigenden Getreidepreise die Produktion
seiner größten
Bioethanol-Anlage gestoppt. Spanien ist - nach Brasilien und den USA -
der weltweit
drittgrösste Agrosprit-Produzent.
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Schmale Batterie
Troy/New York, 30.08.2007:
Forscher des
Rensselaer
Polytechnic Institute,
der aeltesten technischen Hochschule der USA, haben einen
Energiespeicher entwickelt,
der einem (schwarzen) Stück Papier verblueffend aehnlich sieht und auch
zu 90
Prozent aus Zellulose besteht. Der Speicher auf Basis
nanotechnologischer Komponenten
ist sehr leicht, sehr duenn und sehr
flexibel. Sie funktioniert in einem Temparaturrahmen von rund minus 73
Grad Celsius
bis zu ca. 148 Grad Celsius (-100 bis + 300 Grad Fahrenheit).
Die wissenschaftlichen Grundlagen-Forschungen zu dieser Entwicklung
wurden in den
us-amerikanischen 'Proceedings of the National Academy of Sciences'
publiziert.
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Schnelle Brennstoffzelle
Detroit, 20.08.2007:
Die 'Ford Motor Company' hat mit ihrem
Ford Fusion Hydrogen 999
einen neuen Weltrekord fuer seriennahe Autos mit
Brennstoffzellen-Antrieb aufgestellt.
Der Ford erreichte auf dem Bonneville-Salzsee in Utah eine
Geschwindigkeit von
umgerechnet 333,6 Stundenkilometern (207,297 Miles/h). Das Fahrzeug
wurde in
Zusammenarbeit mit der Ohio-State-University und dem
Brennstoffzellen-Hersteller
Ballard entwickelt. Ford versteht seinen 'Fusion Hydrogen 999' als
wichtigen
Schritt in Richtung alltagstaugliche Brennstoffzellen-Fahrzeuge.
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Kleine blaue Maus
Delft, 10.08.2007:
Unter dem Namen
'Sole Mio'
haben Forscher der TU Delft, der
Niederlaendischen
Organisation fuer wissenschaftliche Forschung
sowie einige niederlaendische Universitaeten eine schnurlose Solarmaus
entwickelt
und in einer Kleinserie (15 Stueck) gebaut. Das kleine,
blau-schimmernde Wunder
benoetigt allerdings zum Aufladen immer noch Tageslicht vom Fenster.
Die Forscher
hoffen, bei erfolgreicher Weiterentwicklung dieser Technik jaehrlich
mehrere 100
Millionen Batterien einsparen zu koennen.
Eine der ersten Solarmäuse erhielt zu Testzwecken die niederlaendische
Umweltministerin Cramer.
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Ein Paar: Brennstoffzelle und Solar
Pettenbach/Oesterreich, 02.08.2007:
Eine 'Energiezelle' ,
entwickelt von der Fronius International GmbH, soll die Potovoltaik
rund um die
Uhr und 365 Tage im Jahr nutzbar machen - in einem Kreislauf von
solarer Energiegewinnung,
effizienter Wasserstoff-Speicherung und bedarfskonformer Nutzbarkeit
bei
anschliessendger Wiederverwendung des anfallenden Wassers. Technisch
spaltet ein
mit Solarstrom betriebener Elektrolyseur das beigegebene Wasser in
seine
Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff, wobei der Wasserstoff in einem
Tank
zwischengespeichert wird. Von dort wird er bei Bedarf (Nacht,
Schlechtwetter)in
eine hybride Brennstoffzelle geleitet, die mit ihrer integrierten
Wechselrichterelektronik das Kernstueck dieses Konzeptes darstellt und
die sich
derzeit noch im Vorserienstadium befindet. Die Brennstoffzelle wandelt
den
Wasserstoff in Gleichstrom und ueber die Wechselrichterelektronik in
haushaltsueblichen Wechselstrom. Das hierbei anfallende Reaktionswasser
kann
erneut zur Herstellung des Wasserstoffs verwendet werden.
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Brennstoffzelle im Rechenzentrum
München, 15.07.2007:
Die Firma T-Systems, das Geschaeftskunden-Unternehmen der Deutschen
Telekom, hat als erstes
Unternehmen weltweit eine
mit Biogas betriebene Brennstoffzelle)
fuer den Dauereinsatz in einem Rechenzentrum in Betrieb genommen. Als
Treibstoff
fuer die Brennstoffzelle kommt gereinigtes Biomethan zum Einsatz, dass
aus Mais
gewonnen wird, der aus dem naeheren Umland stammt. Die Brennstoffzzelle
gewaehrleistet Stromversorgung und Kuehlung des Rechenzentrums und
macht es dauerhaft
unabhaengig vom oeffentlichen Stromnetz.
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Geldquelle in der Welle
Heidenheim, 02.07.2007:
Die Firma Voith Siemens Hydro Power ,
ein Joint-Venture zwischen Voith und Siemens fuer die technische
Ausruestung von
Wasserkraftwerken, baut fuer den spanischen Energieversorger 'Ente
Vasco de Energia'
im baskischen 'Mutriku' das erste kommerziell betriebene
Wellenkraftwerk der Welt.
Bei Fertigstellung im Winter 2008/2009 sollen die 16 in die Hafenmole
eingebauten
und nach dem Prinzip der der oszillierenden Wassersäule (Oscillating
Water Column - OWC)
arbeitenden Wellsturbinen 300 KW erzeugen und rund 250 Haushalte mit
Strom beliefern.
Ein Projekt aehnlicher Groesse an der deutschen Nordseekueste ist in
Planung.
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Energie vom Mond
Bristol/GB, 06.06.2007:
Die Firma Marine Current Turbines Ltd (MCT)
aus Bristol wird ab 20. August in Strangford Lough/Nordirland das nach
eigenen
Angaben erste kommerzielle Gezeitenkraftwerk der Welt errichten. Die
für eine elektrische Leistung
von 1,2 Megawatt ausgelegte Anlage (zum Vergleich: das Kraftwerk bei
St. Malo leistet
240 Megawatt) kann rund 1.000 Haushalte mit regenerativer Energie
versorgen; sie
soll zugleich als Prototyp für weitere entsprechende Anlagen dienen.
So wichtig Fortschritte in der Nutzung der durch den Mond
hervorgerufenen Tidenkräfte
auch sind, so ist doch die Begeisterung für solche Grossprojekte ein
wenig zu
relativieren: die Nutzung der Tidenkräfte ist nicht neu; in
Form von Gezeitenmühlen gibt es seit über 1.000 Jahren: schon im
Hochmittelalter
fanden sich Gezeitenmühlen in fast allen europäischen Küstenstaaten,
auch in Deutschland.
Für eine schnelle energetische Nutzung der Gezeiten wäre es auch heute
durchaus möglich,
kleine und moderne Gezeiten(-mühlen)-kraftwerke an historischen
Standorten aufzubauen.
Dies würde nicht nur eine dezentrale Energieversorgung fördern, sondern
auch das
finanzielle und technische Risiko sowie die langen Vorlaufzeiten für
solche
Grossprojekte wie das in Nordirland vermeiden.
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Strom vom Baum
Canton/Massachusetts, 29.12.2005:
Die Firma MagCap
Engineering, LLC
hat jetzt ein Ladegerät nebst Schaltung
vorgestellt,
dass die elektrische Energie von Bäumen zur Aufladung kleiner Akkus
nutzen kann.
Das von dem Erfinder Gordon W. Wadle und Chris Lagadinos entwickelte
Gerät besteht
aus einem in den Baumstamm getriebenen Metallstab und einem
Erdungsstab, der in den Boden
gerammt wird. Eine Verbindungsschaltung filtert und verstärkt den
Energieausstoss,
so dass eine Batterie aufgeladen werden kann. Derzeit erzeugt das
Demonstrationssystem
2,1 Volt, was genügt, um eine Nickel-Kadmium-Batterie mit
angeschlossener LED-Lampe
dauerhaft im aufgeladenen Zustand zu halten. Die Entwickler des
inzwischen patentierten
Systems schätzen, dass es durch die Weiterentwicklung in ca. einem
halben Jahr
möglich sein wird, 12 Volt und 1 Ampere Stromstärke zu erzeugen.
Interessant ist an dem Verfahren auch, dass offenbar beliebig viele
Stromabnehmer
in den Baum gesetzt werden können, wobei jeder die gleiche Energiemenge
von
durchschnittlich 0,7-0,8 Volt erzeugt. Die Grösse des Baums scheint
dabei bedeutungslos;
allerdings steigt die Ausgangsspannung im Winter nach Abfall der
Blätter auf
1,2-1,3 Volt pro Stromabnehmer.
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Neues Segmentkranz-Wasserrad
Pinneberg, 20.12.2005:
Wasserräder für Wassermühlen sind meist Unikate, die für die spezielle
Situation
einer Wassermühle extra angefertigt werden. Das schlägt sich natürlich
im Preis nieder.
Der Bauingenieur Hartmuth Drews hat nun ein Verfahren entwickelt, ein
solches
Wasserrad aus baugleichen Segmenten zusammen zu setzen - wie die beim
Glieder-Armband einer Uhr: je groesser das benötigte
Wasserrad, desto mehr Segmente werden zusammen geschraubt. Diese
Segmentkranz-Wasserräder
bestehen
aus den Edelstahl-Schaufeln und langlebigen Lärchenholz-Armen.
Für seine Entwicklung, die einen grossen Aufschwung für die
Energieerzeugung in
Klein-Wasserkraftwerken bedeuten kann, hat Drews Mitte November 2005
den
'W.I.N. Award' erhalten.
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Kurbelcomputer
Tunis, 16.11.2005:
Der robuste und unempfindliche Laptop (8-Zoll-Display,
500-MHZ-Prozessor, 1-GB-Flashspeicher)
läuft mit dem freien Betriebssystem Linux
und soll Schülern besonders in den armen Ländern der Dritten Welt an
die
moderne Informationsgesellschaft heranführen. Der Computer wird ab dem
nächsten
Jahr in grossen Stückzahlen produziert und über die Schulen in den
Dritte-Welt-Ländern
ausgegeben. Der Bildschirm des Laptops lässt sich auch bei Sonnenlicht
gut lesen;
mit einer Handkurbel lässt sich das Gerät aufladen, wobei eine Minute
Handarbeit
für ca. 30 Minuten Bildschirmarbeit ausreichen. Und: das ganze
Kurbelcomputer-Projekt ist nicht das Werk irgendwelcher technologischer
"Spinner".
Es wurde vom renomierten MIT Media Lab
entwickelt und in Tunis von
Un-Generalsekretär Kofi Annan und dem
IT-Papst Professor Nicholas Negroponte
vorgestellt.
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Toshibas Mini-Brennstoff-Zelle
Tokio, 25.06.2004:
Dem japanischen Elektronik-Konzern Toshiba ist es
nach eigenen Aussagen
gelungen, einen Prototyp der weltweit kleinsten
Direkt-Methanol-Brennstoff-Zelle
(DMFC) herzustellen. Die Zelle ist 56 Milimeter (mm) lang, 22 mm breit
und 4,5 mm
hoch (inkl. Tank 9,1 mm). Bei einem Gewicht von nur 8,5 Gramm leistet
sie 100
Milliwatt. Der 2 Kubikzentimeter grosse Tank für Methanol in 99,5
prozentiger
Konzentration soll z.B. ausreichen, um einen MP3-Player 20 Stunden lang
zu
betreiben. Die neue Brennstoff-Zelle ist vor allem für den Einbau in
kleinere
portable Geräte bis hin zu kabellosen Headsets gedacht.
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Windenergie in schwerer See
Hamburg, 18.06.2004:
Nach einem Bericht der Wochenzeitung
DIE ZEIT
gibt es im weltgrößten Offshore-Windpark 'Horns Rev' vor der dänischen
Nordseeküste
erhebliche technische Probleme: wegen erheblicher Korrosionsschäden
müssten alle
80 Windräder abgebaut und an Land repariert werden. Auch in anderen
Offshore-Windparks
gäbe es immer wieder völlig unerwartete technische Komplikationen.
Diese unvorhersehbaren
Schwierigkeiten hätten mittlerweile zu grosser Zurückhaltung bei
potentiellen
Investoren für die Windparks geführt.
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Erdöl am Ende?
Ascona/Schweiz, 18.05.2004:
Die schweizerische Anlegerzeitschrift
Swiss
Financial Report
berichtet in einer Spezial-Ausgabe, dass die zu Jahresbeginn 2004 von
der
Internationale Energieagentur in Paris gemeldeten Welt-Erdölreserven
bereits
Makulatur sind und wohl erheblich nach unten korrigiert werden müssten.
Die
IEA war noch davon ausgegangen, dass die Reserven für 46 Jahre reichen
würden.
In dem Bericht
'Swiss Financial Report' als einen der Gründe für die
Prognose-Korrekturen eine
Fehlschätzung des Erdöl-Konzerns 'Royal Durch Shell' an - neben der
extrem steigenden
Nachfrage in China und der wieder anziehenden US-Konjunktur.
Nachtrag 24.05.
Nach der heute erschienenen deutschen Ausgabe der Zeitschrift
NATIONAL
GEOGRAPHIC
geht der britische Experte David Greene davon aus, dass die
Weltproduktion
ihren Hoehepunkt im Jahr 2016 erreichen werde - ausserhalb der Nahen
Ostens sogar
schon 2006. Andere Wissenschaftler halten den Hoehepunkt fuer bereits
ueberschritten,
zumal allein in den USA der Verbrauch in den naechsten 20 Jahren um 50
Prozent
zunehmen soll.
Die o.a. Berichte werden offensichtlich gestützt durch die negative
Reaktion der
meisten OPEC-Staaten auf den jüngsten Vorschlag des Saudi-Arabischen
Erdölministers,
angesichts der hohen Ölpreise und der damit verbundenen Risiken für die
Weltwirtschaft
die Ölfördermengen zu erhöhen, um so den Preisanstieg zu bremsen. Es
scheint,
als würden einige Erdölländer bereits das ihnen mögliche Maximum
fördern und über
keine unerschöpflichen Reserven mehr verfügen.
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Grossverbraucher Kinderzimmer
Hamburg, 11.05.2004:
Nach einer repräsentativen Umfrage der
Initiative EnergieEffizienz
verfügen deutsche Jugendliche heute über eine sehr
umfangreiche Ausstattung an elektronischen Geräten: 90 Prozent aller
Jugendlichen
besitzen Fernseher, Handy und Computer; ca. 70 Proznet nutzen
Stereoanlage, DVD-Player und Videorekorder; ca. 50 Prozent haben
Scanner und
Spielekonsolen; 30 Prozent hantieren mit eigenem MP3-Player und
Digitalkamera.
Allerdings: 50 Prozent der Jugendlichen schalten die Geräte nicht immer
richtig
aus. Und das kann jährlich bis zu 50 Euro Stromkosten durch dauerhaften
Stand-by-Betrieb verursachen.
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NRW-Preis für Solar
Düsseldorf, 06.05.2004:
Für die Entwicklung eines neuartigen Solarzellentyps erhielt heute Dr.
Tobias Repmann
den zweiten Preis des
Wissenschaftspreises des
Landes-Nordrhein-Westfalen
Der mit 10.000 EURO dotierte Preis wurde für eine Promotionsarbeit mit
dem Titel
'Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium –
Prozess- und
Modulentwicklung' am Forschungszentrum Jülich verliehen. Durch die
Kombination
kostengünstig herzustellender amorpher Siliziumzellen mit
leistungsfähigeren
mikrokristallinen Siliziumzellen in
'Tandem-Solarzellen
gelang ihm ein Zellentyp, der bei günstigen Produktionskosten 30-50
Prozent mehr
Leistung erzeugt als amorphe Zellen. Zudem gelang ihm die Herstellung
fabrikationsnaher Tandem-Module.
Den ersten Preis mit 20.000 EURO erhielt übrigens Dr. Henry Bosch für
seine Arbeit zur
höheren Energieausnutzung bei der Verbrennung fossiler Energieträger in
Kraftwerken.
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Neue Energiespeicher
Roßlau/Elbe, 20.04.2004:
Auf der Hannover-Messe stellt die Firma
rosseta
Technik GmbH
gleich zwei neue Energiespeicher vor:
-
Einen Schwungrad-Energiespeicher,
dessen Kohlefaser-Schwungrad im Vakuum
mit 25.000 Umdrehungen/Minute rotiert. Er kann innerhalb von 30
Sekunden 350 kW
aufnehmen oder abgeben und soll zur Speicherung der Bremsenergie von
Schienenfahrzeugen dienen.
-
Einen Druckgas-Speicher,
der künftig mit einem Energieinhalt von 2 kWh und einer
Leistung von bis zu 4 kW auf den Markt kommen soll. Er dient zur
Speicherung von
Strom aus Solarzellen, insbesondere in Inselnetzen.
Beide
Speicher haben eine fast 'unbegrenzte' Lebensdauer, sind unabhängig von
der Temperatur einsetzbar und kennen keine Selbstentladung.
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Koreanische Brennstoffzellen
Giheung, 15.04.2004:
Das Samsung Advanced Institute of Technology
(SAIT)
hat gemeinsam mit Samsung Electronics eine neue
Methanol-Brennstoffzelle (DMFC) entwickelt.
Mit dieser 100-Wh-Brennstoffzelle laesst sich ein Notebook durch nur
100 ml Methanol
10 Stunden unabhaengig vom Netzanschluss mit Energie versorgen. Durch
neue Materialien
der Nano-Technologie hat SAIT den Material-Aufwand für die benötigten
Katalysatoren
um 50 Prozent gesenkt. Zudem meint SAIT, durch sein
Nano-Verbundsstoff-Konzept den
'methanol crossover' zu 90 Prozent verhindern zu können.
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Biogas im Algen-Reaktor
Gülzow, 02.04.2004:
Im Rahmen des von der
Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
geförderten Projektes 'Effizienzsteigerung der Biogasnutzung durch
Solarenergie (EBSIE)'
(vgl. bio-energie.de)
testet die
Schmack
Biogas AG im baierischen Schwandorf
den Prototyp eines Algenreaktors. Die Algen sollen dabei nicht nur die
40 Prozent Kohlendioxid (CO2)
aus dem Biogas filtern, die dessen Brennwert senken. Sie sollen auch
das CO2 für
das eigene Wachstum nutzen, damit man die so entstehende Biomasse
anschliessend
wiederum zu Biogas vergären und so den Gesamt-Wirkungsgrad erheblich
steigern kann.
Derzeit geht es vor allem um die Ermittlung der geeignetsten Algenart
und um
Detailverbesserungen am Prototyp des Reaktors.
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Brennstoffzelle für mehrere Geräte
Hannover, 23.03.2004:
Auf des bis morgen in Hannover statt findenden Computermesse
CEBIT
stellt die Firma 'SFC
Smart Fuel Cell AG' aus Brunnthal bei München den Prototyp ihres
'PowerBoy' vor.
Diese Direktmethanol-Brennstoffzelle wiegt Dank Miniaturisierung nur
0,7 kg,
bietet aber eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden je Tankpatrone und
damit eine
deutlich Energiedichte als Lithium-Ionen-Akkus. Das ortsunabhängige
Gerät kann
gleichzeitig mehrere portable Stromverbraucher wie Notebooks, Kameras,
Drucker,
Fernseher, CD- oder DVD-Player versorgen.
Die Tankpatronen von der Grösse einer Zigaretten-Schachtel sind schnell
auszuwechseln.
SFC arbeitet mit Partnern an einem internationalen Standard für solche
Tankpatronen.
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Solarzellen mit Kupferfolie
Hamburg, 22.03.2004:
Die 'Norddeutsche Affinerie AG (NA)', einer der grössten
Kupferproduzenten der Welt, hat
eine flexible
Solarzelle mit einer Kupferfolie
als Trägermaterial entwickelt. Bei einem Wirkungsgrad zwischen 6,5% und
10,4%
wiegen die neuen Zellen nur noch 20% der konventionellen Exemplare und
kosten in
der Serienproduktion gerade einmal die Hälfte. Der Grund für die
geringeren Kosten
ist die effektive Produktion in grossen Rollen 'am laufenden Band'
mittels eines
galvanischen Beschichtungsprozesses, wobei anschliessend die
Solarzellenbänder zu Streifen geschnitten, elektrisch verdrahtet und
mit Schutz-Folien
überzogen werden. Für die Produktion sucht die NA noch Partner.
Der Produktionsstart der flexiblen und vielfältig einsetzbaren Zellen
soll in
drei Jahren erfolgen.
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Erdgas-Wäschetrockner auf dem Vormarsch
Berlin, 19.03.2004:
Derzeit sind in Deutschland zwei Typen im Angebot: der 'Novotronic T
478 G' der Firma
Miele
aus Gütersloh/Westfalen, und das Produkt der der Firma
AZ
Gastechnik GmbH
aus Olbernhau/Sachsen.
Die 'AZ Gastechnik' gibt für ihr Gerät 50 Prozent Energie- und 60
Prozent
Betriebskosten-Ersparnis gegenüber konventionellen
Elektro-Wäschetrocknern an.
Dafür würde sich auch ggf. die Installation eines Gasanschlusses
rechnen. Wer keine
Möglichkeit hat, seine Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, ist mit diesen
Geräten
bestens bedient.
Nicht übersehen darf man, dass auch diese Gasgeräte einen
Stromanschluss für die
Steuerelektronik und das Drehen der Wäschetrommel benötigen. Ideal wäre
es deshalb, diese
Geräte auch für den Betrieb mit Biogas einzurichten, wobei dann eine
zusätzliche
Brennstoffzelle die benötigte elektrische Energie liefern.
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Mit Biogas zur Konferenz
Berlin, 18.03.2004:
Die Mobilitäts-Dienstleistungen für die internationale Konferenz
renewables
2004
(1.-4. Juni in Bonn), werden mit Biogas-PKWs und -Bussen erbracht, die
ihren Treibstoff
aus einer Biogas-Anlage in Soltau/Niedersachsen beziehen. Das ist das
Ergebnis
der Ausschreibung dieser Leistungen durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit.
Gewinner der Ausschreibung ist ein internationales Konsortium aus
mehreren Auto-,
Erdgas- und Mineralöl-Konzernen unter Führung der
avacon
AG
aus Helmstedt/Niedersachsen.
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Tretmobil mit Rückenwind
Darmstadt/Bremen, 08.03.2004:
Es ist bereits der sechste Prototyp eines HPV ('hunan powered
vehicle'), den die Projektgruppe
Läufer
der TU Darmstadt baut. Diesmal wurde das innovative Fahrzeug in Bremen
vorgestellt,
um die neue Zusammenarbeit mit dem
Bremer
Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft
zu unterstreichen.
Das zweisitzige Fahrzeug besitzt einen stromlinigen Wetterschutz
(allerdings
ohne Seitenverkleidung), komfortable Sitze, einen elektrischen
Zusatzantrieb und -
auf Grund der hinteren Verkleidung - ein gutes Potential, um Rückenwind
auszunutzen.
Fachleute
attestieren dem Fahrzeug eine unkonventionelle und zukunftsweisende
Konstruktion.
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Notfall-Photovoltaik
Freiberg/Sachsen, 05.03.2004:
Die Firma Soli
fer
hat ein System entwickelt, mit dem Solarkollektoren auch bei einem
totalen
Netzausfall weiter betrieben werden können. Dazu werden in die
Glasfelder der
Kollektoren Photovoltaik-Module integriert.
Der Solarstrom wird per Akku gespeichert und mit Hilfe eines
Wechselrichters auf
Netzfrequenz transformiert. Bei einem Netzausfall schaltet sich das
Gerät automatisch
ein und versorgt die Pumpen weiterhin mit Energie, sodass die
Kollektor-Anlage
weiter betrieben werden kann.
Diese Technik könnte zudem künftig die Chance bieten, Kollektor-Anlagen
grundsätzlich
ohne Netzanschluss zu betreiben.
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Biogasanlagen im Vergleich
Gülzow, 27.02.2004:
Um die Entscheidung zu erleichtern, bietet die
Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Interessenten kostenlos die neue Veröffentlichung 'Biogas - 12
Datenblätter' an.
Dieser Vergleich von zwölf verschiedenen Typen beruht auf einem
umfangreichen,
wissenschaftlichen Biogas-Messprogramm, welches die
Bundesforschungsanstalt
für Landwirtschaft (FAL)
durchgeführt hat.
Die Veröffentlichung ist über die Seite
bio-energie.de
zu beziehen (dort unter 'Biogas'), kann aber bisher nicht herunter
geladen werden.
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Medizin-Kühlschrank ohne Steckdose
Osnabrück, 24.02.2004:
Nach einer Pressemeldung
der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU)
unterstützt die Stiftung die Entwicklung eines Solar-Kühlschranks für
hitzeempfindliche Medikamente mit ca. 50.000 Euro. Das Kühlgerät soll
den
Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Transporte in
Klimazonen
bis zu 32 Grad entsprechen.
Die technische Entwicklung des Kühlschranks bzw. der Kühlbox übernehmen
die Firmen
Phocos
aus dem baden-württembergischen Illerkirchberg, welche bereits über
Erfahrung mit
Solar-Kühlschränken verfügt, sowie die Firma
va-Q-tec
aus Würzburg, ein Spezialist auf dem Gebiet von Isoliermaterialien.
va-Q-tec will
als Isolierung mit Aluminiumfolie ummantelte Platten aus porösem
Quarzpulver
verwenden, die dann evakuiert werden, um eine ideale Dämmung zu
erhalten. Der
Solar-Kühlschrank soll im Durchschnitt weniger als zehn Watt
verbrauchen und
ohne Stromanschluss im Dauerbetrieb laufen können. Als Energiequelle
für die
Nacht wird ein Speicher-Akku oder ein integrierter Kältespeicher
dienen. Wenn das
Projekt erfolgreich umgesetzt ist, wollen die Entwickler
tropentaugliche Kühlboxen
für Temperaturen über 32 Grad in Angriff nehmen.
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Neues Solarkollektor-Glas
Clausthal/Mitterteich, 21.02.2004:
Das Glas mit einer neuen
Entspiegelungs-Beschichtung
soll herkömmliche Gläser ersetzen,
die bei Parabolrinnen-Receivern die in der Brennlinie liegenden
schwarzen
Absorberröhren ummanteln. Bisher war es nicht möglich, eine
Entspiegelungsschicht
dauerhaft auf dem verwendeten Borosilicatglas anzubringen. Eine solche
Beschichtung
ist aber sinnvoll, damit nicht durch die Reflektion des Glases
Sonnenenergie verloren
geht und der Wirkungsgrad des Kollektors sinkt. Diese Probleme wurden
im Rahmen des Projektes
Poröses SiO2 als Antireflexionsschicht für
Solarverglasungen
an der Universität Clausthal gelöst: eine nur 110 Nanometer dicke
Schicht aus
porösem Siliciumdioxid erhöht die Lichtdurchlässigkeit der Glasröhren
um bis zu
sieben Prozent.
Die SCHOTT-Rohrglas GmbH liefert jetzt 165.000 Röhren unter der
Markenbezeichnung
DURAN-Röhren
an solarthermische Grossanlagen in Kalifornien.
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Billigere Solarzellen durch Plasmatechnik
Jülich, 09.02.2004:
Die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW
teilt mit, dass verschiedene
Firmen und Forschungseinrichtungen sich in einem Verbundprojekt
zusammen getan
haben, um ein neues Ätzverfahren zur Serienreife zu entwickeln. Wurde
bisher
teure und aufwändige nasschemische Ätzmittel verwendet, um im
Produktionsprozess das 'Phosphorglas'
von der Zellen-Oberfläche zu entfernen, so will man künftig ein Plasma
aus schnellen,
ionisierten Atomen dafür einsetzen. Die Trocken-Ätzung mit Plasma
ermöglicht auch
Passivisierung der Vor- und Rückseiten der Zellen gegen den Verlust von
Elektronen
(die ja möglichst vollständig in elektrischen Strom umgewandelt werden
sollen) in
einem Maschinengang.
Die Forschungs-Ergebnisse sollen dann bei einer dritten
Produktionslinie der
Solarzellenfabrik von Shell-Solar in Gelsenkirchen zum Einsatz kommen.
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Neue BSZ-Membran
Tokio, 02.02.2004:
Fujitsu
Laboratories Ltd.,
ein Tochter-Unternehmen des japanischen Fujitsu-Konzerns, hat nach
eigenen Angaben
eine Membran für seine Brennstoffzellen (BSZ) entwickelt, die
Methanol-Konzentrationen
von bis zu 30 Prozent verträgt, ohne dass die Membran vom Methanol
angegriffen wird
und es zu einem Anstieg des sogenannten 'methanol crossover effects'
kommt.
Die neue Membran wurde in den
Prototyp einer BSZ-Einheit
eingebaut. Dieser Prototyp kann mit 300 Mililiter 30-prozentigem
Methanol ein PC-Notebook
für 8-10 Stunden betreiben; er ist nur 15 Millimeter dick und leistet
15 Watt.
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Neue Energiequelle
Bremen, 28.01.2004:
Für das Heizen von Gebäuden und die Bereitung von warmen Wasser lässt
sich die
Abwasser-Wärme der öffentlichen Kanalisation wirtschaftlich und
ökologisch
sinnvoll nutzen. Das hat eine
Studie der Bremer Energie-Konsens GmbH
etzt heraus gefunden. Die Studie geht dabei von der Situation in
Bremerhaven aus,
wo täglich ca. 17,5 Millionen Liter Abwässer mit einer
Durchschnittstemperatur
von 14° Celsius anfallen. Die Studie, die mehrere technische
Nutzungssysteme
aufführt, kann im pdf-Format kostenlos heruntergeladen werden:
Potenzialstudie Abwasser (2,1 MB)
Das Verfahren wird dann besonders interessant werden, wenn
entsprechende
kostengünstige Systeme es dem einzelnen Haushalt erlauben, die Wärme
des eigenen
Abwasser zurück zu gewinnen - ganz gleich, ob sie aus der Waschmaschine
oder von
einem warmen Sommerregen stammt.
Die Reduktion der Wärme des Abwassers hat zudem den Vorteil, dass sich
darin
befindliche Keime weniger gut vermehren können.
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Brandneue Brennstoffzellen
Mountain View/Duisburg, 23.01.2004:
PolyFuel, einem
kalifornischen Hersteller von Brennstoffzellen-Membranen, ist nach
eigenen Angaben
ein technologische Durchbruch bei den Membranen für
Direkt-Methanol-Brennstoffzellen
(Direct Methanol Fuel Cell=DMFC) gelungen. Die neuen Membranen zeichnen
sich
durch einen höheren Wirkungsgrad, einen geringeren
Methanol-Wasser-Austausch und
eine grössere Stabilitätbei höheren Methanol-Konzentrationen aus.
Muster der neuen
Membran-Technik würden derzeit für die weltweit führenden Hersteller
von Unterhaltungs-Elektronik
und andere Entwickler von DMFCs bereit gestellt.
Während dessen stellt das
Zentrum für BrennstoffzellenTechnik/Duisburg
auf der Messe BOOT 2004 (17.01.2004 - 25.01.2004)in Düsseldorf eine
kompakte
Zusatz-Stromversorgungs-Einheit (APU=auxiliary power unit) für
Segelboote vor,
damit die Boote künftig nicht nur zum Aufladen der Akkus den
Dieselmotor anwerfen
müssen. Die 300 Watt starke Brennstoffzellen-Anlage wird mit im Handel
überall
erhältlichen Propan-Gas betrieben, welches in der Anlage entschwefelt
und zu
Wasserstoff aufbereitet wird. Eine 5-kg-Propangasflasche reicht zwei
Wochen lang
für die Stromversorgung an Bord.
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Energie vom Rücken
Montreal, 20.01.2004:
Der elektrische Strom für mobile Anwendungen wie Handys, MP3-Player,
GameBoys etc. soll
künftig direkt auf dem Rücken des Benutzers produziert werden und damit
die
Geräte unabhängig von der Lasekapazität der Akkus machen. Das ist die
Idee einer
neuen Solarjacke, die vom kanadischen Solarhersteller
ICP Solar Technologies
in Zusammenarbeit mit dem US-Bekleidungsproduzenten
SCOTTeVEST LLC
entwickelt wurde.
Dünne, flexible Solarzellen liefern die Energie über eingebaute Kabel
direkt an
die Verbrauchsgeräte oder laden die ebenfalls in die Jacke integrierten
Akkus auf.
Die Zellen gelten als sehr dauerhaft und selbstreparierend. Die Jacke
erstmals
auf der internationalen Verbraucherelektronik-Messe CES in Las Vegas
vom 8.-11.
Januar 2004 vorgestellt; der Vorverkauf der Jacken beginnt im Februar
zu
Preisen von 200-400 US-Dollar.
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Durchbruch bei organischen Solarzellen
München, 08.01.2004:
Jetzt ist es Forschern der Firma
Siemens
gelungen, die Leistung organischer Solarzellen von drei auf fünf
Prozent zu steigern.
Damit wird ein breiter Einsatz dieser Technik möglich. Denn die Zellen
lassen sich
auch grossflächig auf dünne, biegsame Folien drucken, sind billig,
leicht und flexibel.
Siemens erwartet erste Produkte mit dieser Technik bereits für 2005 auf
dem Markt.
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Erdbebensicherer Lehmbau
Kassel, 06.01.2004:
Alte Lehmhäuser in Erdbebengebieten wie Argentinien, Peru oder El
Salvador haben
über Jahrhunderte den Erdstössen getrotzt. Darauf weist das
Forschungslabor für Experimentelles Bauen
am Fachbereich Architektur der Universität Kassel hin. Nicht das
Baumaterial Lehm,
sondern die Bautechnik sei Schuld an dem flächendeckenden Einsturz der
Häuser
im Iran. Nach den neuesten Forschungen lassen sich Lehmbauten durch die
Wahl des
richtigen Grundrisses (quadratisch oder rund) und der richtigen
Dachform, durch
Stabilisierung der Mauerecken, durch Einsatz von Ringbalken und Bambus-
bzw. Holz-
Armierung der Mauern relativ erdbebensicher bauen.
Die Kurzfassung der entsprechenden Veröffentlichung
'Erdbebensichere Häuser aus Lehm'
von Professor Dr.-Ing. Gernot Minke kann als PDF herungergeladen
werden.
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Jahresputz 2003
Hamburg, 31.12.2003:
Hier sind sie also - die Meldungen, die der eine Leser nicht vermisst
und der
andere schon längst erwartet hatte:
- 16.12.: Die
Firma FuMA-Tech
will zusammen mit zwei weiteren Industrieunternehmen und zwei
Forschungsinstituten
im Rahmen eines seit seit Juni 2003 laufenden und vom Bundesministerium
für
Wirtschaft und Arbeit (BMWA)geförderten Drei-Jahre-Projektes
Brennstoffzellen-Systeme auf
Basis erheblich günstigerer Komponenten herstellen.
- 26.11.:
Independent
Natural Resources Inc. (INRI), Edina/Minnesota/USA,
testet ihr neues Wellenenergie-System 'SEADOG'im 'Offshore Technology
Research Center'
der Texas A&M University.
- 19.11.:
Wenn es nach der FNR
geht, wird der Landwirt zum Stromerzeuger: der Ertrag von einem Hektar
Mais reicht
aus, um bei einer Verstromung den Jahresstrombedarf von fünf Haushalten
mit je
2-3 Personen zu decken.
- 12.11.:
Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt das erste deutsche
Erdwärme-Kraftwerk
in Betrieb (in Neustadt-Glewe/MVP) und startet damit die
geothermische Stromerzeugung.
- 28.10.:
Das Duisburger Institut
für Energie- und Umwelttechnik (IUTA)
hat, unterstützt von der
Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereinigungen 'Otto von Guericke',
herausgefunden, dass Mikro-Gasturbinen (E-Leistung: 30 bis 200 kW) auch
genügend
Prozesswärme für den Bedarf mittelständischer Unternehmen erzeugen
können.
- 23.10:
Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie haben nachgewiesen,
dass ein massiver Einsatz von Wasserstoff aus regenerativen
Energie-Quellen in H2-Brennstoffzellen
weltweit für sauberere Luft sorgen
könnten.
- 07.09.:
Professor Derek Lovley und andere Forscher der
University of Massachusetts-Amherst
haben ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit Hilfe des
Bakteriums
'Rhodoferax ferrireducens' Zucker direkt in Elektrizität umzuwandeln,
und das
kontinuierlich über einen längeren Zeitraum.
- 27.06.:
Im Wissenschaftsmagazin
Science
veröffentlichen US-Forscher unter dem Titel 'A Catalyst for Clean
Hydrogen Production'
ihre Methode, aus Abfällen Wasserstoff zu gewinnen. Das Team um
Professor
James Dumesic von der University of Wisconsin—Madison hat ein
effektives und einfaches Verfahren
entwickelt.
- 09.06.:
Durch stärkere Nutzung der Wasserkraft könnten in Deutschland
zwei bis drei Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wie die
Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke
Baden-Württemberg
auf Grund wissenschaftlicher Studien und historischer Nutzungszahlen
berechnet hat.
- 29.04.:
Die En-O-Trak System GmbH
nimmt Ihre zweite Pilotanlage auf dem Campus der BTU Cottbus in
Betrieb. En-O-Trak
baut Container mit entsprechender Infrastruktur, die es ermöglichen,
einen Traktor
als Strom- und Abwärme-Produzenten einzusetzen, und ihn so mehr als die
sonst
üblichen 10 Prozent der Zeit zu nutzen. Das Verfahren ist, insbesondere
beim
Einsatz von Pflanzenöl/Biodiesel für die Landwirte interessant.
- 15.04.:
Professor Cliff Johnston von der
Purdue-Universität
gelingt es in Zusammenarbeit mit Forschern der
Katholischen
Universität Leuven,
eine nur einen Nanometer dicke Schicht aus Lehmpartikeln herzustellen.
Dieses
billige Material soll die Grundlage für weitere,
haltbare Hybrid-Materialien mit organischen Stoffen bilden.
- 26.03.:
eine neue Bio-Batterie
läuft nach einem Bericht des Magazins 'New Scientist' mit einem
'Schuss' Wodka.
Kern der Batterie ist eine neues Polymer, das die empfindlichen Enzyme
schützt,
die zur Verarbeitung des Ethanols gebraucht werden.
- 20.03.:
Kompost-Toiletten sind nach Meinung der Experten auf dem
World
Water Forum
der beste Weg, die weltweiten Sanitärprobleme in den Griff zu bekommen.
Konventionelle
Abwassersysteme verbrauchen hingegen nicht nur zu viel wertvolles
Wasser, sondern
verschmutzen es auch, und können in armen Ländern zu erheblichen
Problemen führen.
- 08.03.:
Der Milch-Farmer Dennis Haubenschild aus Princeton/Minnesota versorgt
mit dem Dung seiner 800 Kühe, einer Biogasanlage und einem
150-kilowatt-Generator nach einem Bericht von
ABC-News
seine Farm und 80 benachbarte Häuser mit elektrischem Strom.
- 18.02.:
Die Firma SkySails
testet erfolgreich ihren Prototyp 2 in der Hamburgischen
Schiffbau-Versuchsanstalt.
Das SkySail ist ein steuerbarer Drachen für (Motor-)Schiffe, der einen
minimalen
Am-Wind-Kurs von 50 Grad erlaubt und erhebliche Mengen Treibstoff spart.
- 07.02.:
Der in Ventura Harbor/Kalifornien beheimatete Herrsteller von
Brennstoff-Zellen,
HaveBlue beginnt mit
den Tests seines in der Entwicklung befindlichen
Brennstoffzellen-Systems für
Segel- und Motoryachten; Testobjekt ist eine
42-Fuss-Catalina-Segelyacht vom Typ
OCEAN
- 27.01.:
Das Fraunhofer-Institut
für Angewandte Polymerforschung IAP
hat einen Lack mit einem piezoelektrischen Polymer (ein
Vinylidenfluorid-Kopolymer) entwickelt,
der Druck und Schwingungen misst.
Dieser Erfolg des Forschungsbereichs Funktionale Polymersysteme
eröffnet weitere Anwendungen,
z.B. in der Alarm-, Bauteilprüf- und Verkehrstechnik.
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