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Werkraum
Bohren, schrauben, reparieren - der Werkraum ist fuer viele Maenner
Heimat und Zuflucht zugleich. Gerade deshalb sollten Frauen einen
kritischen
Blick hier hinein werfen. Denn waehrend manche Herren der Schoepfung im
Sportstudio gern mit schweren Gewichten und stroemendem Schweiss
protzen, lassen
sie im stillen Kellerlein faul und schlaff allerlei Elektro-Maschinchen
und
Motoerchen fuer sich werkeln. Bei solcher Rundum-Ausstattung fehlt oft
nur noch
die Abschliess-Maschine fuer die Kellertuer - damit es niemand sieht.
Also, meine
Damen, schauen Sie herein.
Dieser antike Handbohrer mit auswechselbaren Bohrkoepfen gehoerte bis
ins
20. Jahrhundert zur Ausruestung der Handwerker. Der Knauf am rechten
Ende
diente als Schulterstuetze, ueber welche die Handwerker ihre Kraft bzw.
ihr
Koerpergewicht auf den Bohrkopf wirken liessen. So archaisch das ganze
Geraet
heute auch wirkt, es war immerhin unabhaengig vom Vorhandensein
irgendwelcher
Steckdosen oder dem Ladezustand des Akkus. Motto: Maenner-Muskeln statt
Strom-Strippen.
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Diese mechanische Bohrmaschine von 1989 stammt noch aus DDR-Produktion.
Der Antrieb geschieht durch die seitliche Kurbel. Zur Fuehrung dient
die
hintere Schulterstuetze und der zusaetzliche Griff vorne. Das
Metallgehaeuse
laesst sich aufschrauben, die Bohrkoepfe lassen sich wie ueblich
auswechseln.
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Den Bohr-Maschinen eng verwandt sind die Schraub-Maschinen. Diese hier
funktioniert nach einem einfachen Prinzip: man drueckt den roten
Schrauber
mit dem entsprechenden Schraubkopf in der Mitte fest auf die Schraube
und
zieht dann mit der anderen Hand an der Reissleine - eine fuer Besitzer
von
Aussenbord-Motoren sehr vertraute Bewegung. Kein Motor und nicht einmal
ein
Schwungrad sind hier notwendig.
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Seitenanfang
Dieser Schrauber ist ein ideales Geraet fuer Maenner, die 'alles im
Griff'
haben. Den Schrauber in die Hand nehmen, den roten Griff mit allen
Fingern
(Daumen ausgenommen) umklammern, Schrauber mit Schraubkopf auf die
Schraube
setzen, und dann den Griff wie den Ausloeser einer Pistole ziehen.
Einer der
wenigen Schrauber mit echtem Wild-West-Feeling.
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Wem die Schraub-Pistole zu militärisch ist, der kann ohne Probleme zu
diesem
Druck-Schrauber greifen: einfach den auswechselbaren Schraubkopf auf
die Schraube
setzen und mit Kraft auf das Griff-Ende des Schraubers drücken. Eine in
einer Führung
laufende Nut sorgt dafür, dass sich der Schraubkopf dreht; eine
Spiralfeder
zwischen Griff-Ende und Schraubkopf sorgt dafür, dass der Schrauber
zurückgleitet
(ohne am Schräubchen zu drehen!), sobald der Druck nachlässt.
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In Zeiten, als richtige Männer ihre lockeren Schräubchen zu Hause noch
in
Handarbeit in Ordnung brachten, gab es z.B. auf den Werften solche
Druckluftschrauber,
mit denen die Arbeiter grosse Schraubenmuttern ohne Schraubenschlüssel
befestigen
konnten. Der hier abgebildete Druckluftschrauber stammt aus den USA, wo
die
Mechanisierung von Arbeitsvorgängen stärker voran geschritten war als
im mehr
traditionsverhafteten Deutschland. Druckluft hatte gegenüber
Elektrizität
verschiedene Vorteile: sie war vielseitig verwendbar (z.B. auch zum
Reinigen von
Material); ihre Flaschen ließen sich direkt an den Arbeitsort
transportieren und
benötigten keine langen Leitungen oder gar Generator-Wagen. Der
Energiespeicher,
die Druckflasche, lässt sich lange lagern und immer wieder aufladen -
auch mit
Wind- und Wasserkraft.
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An eine Pistole erinnert auch dieser Rohrreiniger: ueber eine Luftpumpe
wird
Luft in eine Speicher-Kartusche gepresst. Dann setzt man auf die Spitze
des
Reinigers ein zum Abfluss-Durchmesser passendes Gummistueck und presse
das
Geraet dann fest auf den Abfluss. Dann nur noch den Finger am Abzug
krumm
machen und - Knall auf Fall - ist das Rohr wieder frei.
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Wer eine Aversion geggen Schusswaffen hat, ist mit diesem Exemplar
sicher
besser bedient. Schliesslich sind verstopfte Rohre ein haeufiges
Heimwerker-Problem, und da haben sich die Techniker eine Vielzahl von
Alternativen einfallen lassen. Hier wird mittels einer Handkurbel ein
festes
Stahlseil mit einem Bohrer an der Spitze von einer Trommel abgespult.
Das sich
drehende Seil verschwindet im Rohr, macht dieses durchgaengig, und wird
anschliessend wieder heraus gekurbelt.
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Aehnlich funktioniert dieser Wasserschlauch, der mittels Gewinde an den
Wasserhahn angeschlossen wird. Doch an seiner Spitze gibt es keinen
Bohrer,
sondern nur einen Kopf mit ein paar sehr kleinen Wasserduesen, aus
denen ein
feiner, scharfer Strahl austritt. Der allerdings leistet den gleichen
Effekt
wie ein Bohrer, indem er die Verstopfung mit Wasserkraft zerkleinert.
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Noch raffinierter ist diese Reinigungsmethode. Dieser Kopf eines
'Wasserbohrers' hat die Austritts-Duesen nach hinten. Dadurch schiebt
er sich
mittels des Wasserdrucks wie eine Rakete immer tiefer in das Rohr
hinein.
Nach erfolgreichem Abschluss der Operation stellt man einfach das
Wasser ab
und zieht den Schlauch heraus.
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Vielgenutzt zum Reinigen verstopfter Abfluesse ist der sogenannte
'Poempel'.
Diese traditionsreiche Haesslichkeit aus einer roten Gummi-Manschette
und einem
Holzstil ist zwar einigermassen praktisch in der Anwendung, laesst sich
aber
nach Gebrauch kaum in einer Schublade verstauen. So landet er meist
versteckt
hinter der Klo-Schuessel und kann selbst aus dieser Ecke heraus fuer
Ehekrisen sorgen, nach dem Motto: 'Muss das Monstrum unbedingt im Bad
stehen?'
Kompakter und wirkungsvoller ist diese einfache Handpumpe: sie laesst
sich
nicht nur einfacher verstauen, sondern hat auch mehr Saugvolumen als
der
Poempel.
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Was waere der gute Heimwerker ohne all die Geraete zum Messen von
Winkeln
und Anzeichnen von Linien - nur ein Produzent technischer Katastrophen.
Sicher, man kann heute alles elektronisch machen, aber es ist keine
Kunst,
vorproduzierte E-Motore und Sensoren irgendwo einzubauen.
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Dieser Profil-Messer bzw. -Kopierer erstellt 'Abdruecke' auch von
komplizierten Objekten wie z.B. einer unebenen Wand mit mehreren davor
liegenden Leitungen. Er bessteht aus einer mittleren Fuehrungsschine
bzw.
Halterung und mehreren parallelen, unabhaengig voneinander
verschiebbaren
Stahlstaeben. Mit der einen Seite wird er leicht gegen das
entsprechende Objekt
derdrueckt, so dass sich dessen Profil Diese Abdruecke lassen sich
anschliessend z.B. auf einer Holzpplatte einzeichnen, mit der man das
Objekt
passgenau verkleiden will - eine einfache, flexible und wirkungsvolle
Technik.
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